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Wer erfreut sich nicht an einer bunten Blumenwiese in seinem Garten?

Es gibt über Hunderte verschiedene Blumenwiesentypen. Den wesentlichen Unterschied machen dabei die Standortbedingungen und die Beschaffenheit des Bodens. Die schönsten, buntesten und artenreichsten Blumenwiesen sind die sogenannten "Magerrasen". Unter Magerrasen versteht man eine Vegetation (Pflanzenbewuchs) auf nahezu humusfreien, nährstoffarmen und trockenen Standorten, z.B. auf der Schwäbischen Alb oder im Süd-Schwarzwald.

Der Fachmann unterscheidet dabei 2 Grundtypen:

1. den Silikatmagerrasen, der natürlicherweise durch Beweidung von Bergwiesen auf eher sauren Böden entstand und

2. die Kalkmagerrasen, die durch Beweidung (Wanderschäferei) oder einmali­ges Mähen auf Kalkböden, d.h. basischen Böden, entstanden.

Beide haben eine landwirtschaftlich geringe, dafür aber eine ökologisch hohe Bedeutung. Obwohl sie die schönsten Blumenwiesen hervorbringen, gehören sie zu den am stärksten gefährdeten Naturbereichen (Biotope).

Ein zunehmendes Problem in unseren Hausgärten sind die immer geringeren Niederschlagsmengen - es regnet von Jahr zu Jahr weniger! Kostbares und teures Trinkwasser muss benutzt werden, um aufwendige Anpflanzungen künstlich am Leben zu halten.

Trockenstandorte mit wunderschönen Wildpflanzen stellen eine pflegeleichte Alternative dazu dar! Denn monotone Rasenflächen erfordern einen hohen Aufwand an Düngung, Bewässerung, Unkrautbe­kämpfung und nicht zuletzt erheblichen Maschineneinsatz, zum Mähen und Vertikutieren (Lärm, Abgase, Anschaffungs- und Folgekosten). Magerrasen hingegen sind über Jahre stabile Ökosysteme mit ge­ringstem Pflegeaufwand. Im späten Frühjahr werden die abgestorbenen Pflanzenteile zusammengerecht. Das eine oder andere Problemkraut wird während der Wachstumszeit von Hand gejätet. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich.

Ein fachmännisch angelegter Magerrasen erfordert eine an Standort und Bodenbeschaffenheit orientierte Auswahl an Saat- und Pflanzgut. Dieses gewährleistet eine erste Blüte im Frühjahr, eine üppige - für Schmetterlinge paradiesische - Hauptblüte im Sommer und formenreiche Samenstände mit hoher Attraktivität für die Vogelwelt im Herbst. Einheimische Pflanzen mit Herkunftsnachweis als Qualitätskriterium bringen den gewünschten Erfolg.

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Günther Steur

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